Ihre Stimme für den Regionalbahnhalt

Am vergangenen Freitag fand zum Thema Regionalbahnhalt in Vaihingen eine Podiumsdiskussion statt. An der Veranstaltung, die gemeinsam von der Initiative schönes attraktives Vaihingen e.V. und dem Bündnis Filderbahnhof Vaihingen organisiert wurde, haben die Betreuungsstadträte Anna-Deparny Grunenberg (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Roswitha Blind (SPD), Jürgen Sauer (CDU) und Gangolf Stocker (SÖS) teilgenommen.

Nach der Begrüßung von Kristin Wedekind (Initiative schönes attraktives Vaihingen) stellte Reinhard König (Bündnis Filderbahnhof Vaihingen) die Ideen des Bündnisses vor. Im Anschluss bei der Diskussion zeigte sich
dann die weitgehende Einigkeit der Betreuungsstadträte. Stadtrat Sauer beklagte, zu Recht, dass trotz frühzeitiger Anfrage, kein Vertreter der DB Station und Services (zuständig für den Bau), sowie niemand von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (zuständig für die Bestellung der Züge) an der Diskussion teilnahm und somit offene Fragen nicht direkt geklärt werden konnten.

Nach der Veranstaltung und den positiven Äußerungen der Stadträte, besteht nun die begründete Hoffnung und Erwartung, dass sich die Stadträte für den Regionalhalt in S-Vaihingen einsetzen und weitere Schritte unternehmen.

Stimmen Sie für den Vorschlag Nr. 2654 ‘Regionalbahnhalt Vaihingen’ (http://www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/2654) im Bürgerhaushalt (www.buergerhaushalt-stuttgart.de), machen Sie damit deutlich, was die Bürger vom Gemeinderat in Sachen Regionalbahnhalt erwarten. Damit stärken Sie auch die Position der Betreuungsstadträten bei Ihrer Argumentation in den eigene Fraktionen!

Bitte informieren Sie, auch wenn Sie selbst nicht in Stuttgart wohnen, Freunde, Bekannte und Verwandte in Stuttgart und empfehlen Sie für den Vorschlag Vorschlag Nr. 2654 ‘Regionalbahnhalt Vaihingen’ zu stimmen.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Die Folien der Veranstaltung finden Sie unter INFOS: REHalt150313VortragHP.ppt

11.110.000 Minuten Verspätung

Am Abend des 14.01.2013 sahen wir diese Verspätung: 11.110.000 min = 11 Mio min = 7.715,28 Tage = 21 Jahre und 50 Tage und weitere Minuten!

Glücklicherweise hat sie nach 5 min gemerkt, dass das nicht geht und noch Mal hochgerechnet und mit 10 min besser angenähert.

Nagold und Freudenstadt für Regionalhalt in S-Vaihingen

In einem Artikel im Schwarzwälder Boten vom 06.12. wird ein Regionalbahnhalt in S-Vaihingen als Teil einer Lösung zur Verbesserung bei der Gäubahn skizziert.

Die Lösung könnte so aussehen: Eine “Ringbahn Nordschwarzwald” könne ab Nagold mit allen Halten über Hochdorf, Eutingen bis Herrenberg fahren, dann weiter als Regionalbahn nach Stuttgart-Vaihingen und bis Feuerbach als S-Bahn. Von dort als Regionalbahn nach Weil der Stadt und als Ringbahn über Calw zurück nach Nagold. Hier wäre eine stündliche Taktung möglich und die Anbindung würde Freudenstadt keine Probleme bereiten, so Grosse.

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.freudenstadt-stadt-will-anschluss-nicht-verlieren.2240f7d4-4506-44a3-ab39-214b89d9296d.html

Presseerklärung zum Regionalbahnhalt in S-Vaihingen

Das Bündnis Filderbahnhof Vaihingen (1) hat das Dokument (2) der Bahn zum Lenkungskreistreffen S21, das am 22.10.2012 stattfand, intensiv besprochen und nimmt jetzt dazu Stellung. Die Kurzfassung lautet: Die zwei neuen Bahnsteige sollen nun gebaut werden und die Einwohner möchten die Planung begleiten.

Das Lenkungskreis-Dokument resultiert aus dem Filderdialog, der viel diskutiert wurde. Für uns geht in der gegenwärtigen Debatte jedoch ein wichtiger Punkt ganz unter. Es ist der Punkt sechs, den die Projektträger als Ergebnis des Filderdialogs festgestellt hatten. Demnach sollte die DB AG das Vorziehen des provisorischen Halts des Regional-Express (RE) in Stuttgart-Vaihingen untersuchen. Das Ergebnis steht jetzt in Kapitel 4 ab Seite 21 dieses Dokuments (2). Es sind 3 Folien zum Thema
Bahnhof Vaihingen, siehe Bild (3).


Bild 3 – Quelle: Lenkungskreis-Dokument

Am Ende lautet deren Kernaussage, Zitat: “Die Bahnsteige an Gleis 4 und 1 sind barrierefrei und in massiver Bauweise zu erstellen”.
Das ist sehr deutlich und es bleibt eigentlich nur noch der Termin offen, bis wann die Bahnsteige fertig werden.

Die Bahn schlägt hier zwei Varianten vor. Die erste Variante in Holzbauweise ist keiner Erwähnung wert. Die zweite finden wir gut und ausbaufähig, obwohl wir uns zunächst eine andere Anordnung der Bahnsteige vorgestellt hatten. Die Bahn rechnet mit einer Nutzungsdauer von voraussichtlich acht Jahren. Wegen der bekannten Schwierigkeiten von S21 wird die Nutzung aber mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich länger sein.

Dass die S1 nach wie vor an Gleis 1 hält, ist gut für das Umsteigen zu U-Bahnen und Bussen. Der RE Richtung Böblingen hält auch am Gleis 1, nur etwas nach Rohr versetzt. Der Bahnsteig ist um 20 cm tiefer als der für die S1 und befindet sich neben dem Park- und Ride-Parkplatz. Dadurch wirkt der Bahnhof sehr ausgedehnt, was Vor- und -Nachteile gleichermaßen hat.

Der neue Bahnsteig für den RE in Richtung Stuttgart ist an Gleis 4, wo heute der RE ohne Halt durchfährt. Der Bahnsteig wird über das Abstellgleis gebaut, das dadurch unterbrochen und gekürzt wird. Er ist auch 20 cm tiefer als die S-Bahnsteige, steht aber allein. Über die genaue Lage wird noch diskutiert, in unseren beiden Bildern (4) und (5) ist seine Position deshalb als Anregung gedacht.


Bild 4 – Variante mit Rampe


Bild 5 –  Bild aus www.biss21.de mit den neuen Elementen

Es gibt die 3 Positionen von der Unterführung aus gesehen:

a) nur in Richtung Rohr, wie es die Bahn geplant hat.
b) nur in Richtung Stuttgart, so wie die heutigen Bahnsteige liegen.
c) oder in beide Richtungen.
Wir möchten auf jeden Fall einen Zugang zur nördlichen Unterführung, das heißt er muss in Richtung Stuttgart gehen. Am Nordost-Ende entsteht dann aber ein Engpass, der sich nur durch zusätzliche Gleisflächen lösen lässt, was ein Konfliktpunkt mit den Absichten von aurelis real estate darstellt. Mit mehr Platz am Nordost-Ende kann auch das östliche Stumpfgleis wieder nach Norden durchgängig werden. Gut funktionieren kann auch eine ungefähr mittige Anordnung wie in c), dann sind natürlich
zwei Aufgänge nötig.

Die geplante Bahnsteiglänge von 170 m ist sicher noch verlängerbar. Aktuell ist die Länge nicht nur für den RE gut, sondern auch für ICs mit 6 Wagen. Der heutige IC fährt mit 5 Wagen. Für die Flughafenanbindung ist auch ein IC-Halt hier absolut sinnvoll.

Deutlich anders als bisher würden wir die Barrierefreiheit sicherstellen. Mit Aufzügen wird sie wegen den bekannten Ausfällen gar nicht erreicht. Viel sinnvoller ist eine Rampe, die ohne Wartung immer funktioniert. Sie kann neben der Treppe in der Unterführung starten und mit einer S-Kurve oben am Bahnsteig ankommen, ca. 65 m hinter der Treppe. Oder sie kann wie in Tübingen mit einer U-Kurve hoch geführt werden. Dann wird es wahrscheinlich etwas enger.

Die überschaubaren Kosten von ca. 3 Mio. € sollten nach unseren Überlegungen im Wesentlichen aus den Regionalisierungsmitteln gezahlt werden. Wir wünschen uns, dass das Land als Besteller tätig wird.

Referenzen

  1. Bündnis Filderbahnhof Vaihingen www.filderbahnhof.net .
    In dem Bündnis haben sich seit Mai 2011 fast tausend Menschen und viele Vereine und Organisationen zusammengeschlossen, die sich mit dem Ausbau des Bahnhofs in Stuttgart-Vaihingen beschäftigen. Wir wünschen uns eine Verbesserung des Schienenverkehrs als gute und ökologische Alternative zum Autoverkehr. Wir sind Teil der “Initiative pro Gäubahn”, die zwischen Stuttgart und Konstanz für den Erhalt und Ausbau der Strecke wirbt.
  2. Lenkungskreis-Dokument
    http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/?id=272&tx_smediamediathek_pi1%5Bmedium%5D=405&L=1&cHash=ff8752458cd027a8c07e0fba0054dacf
    dann auf Digitales Magazin Siehe Seite 21, 22, 23

Pro Gäubahn fordert sofortigen Stopp von Stuttgart 21

Schockiert von den neusten Entwicklungen in Sachen Stuttgart 21 fand die seit langem best-besuchteste gemeinsame Versammlung von Pro Gäubahn Tuttlingen und Pro Gäubahn Bodensee/Konstanz statt. Henrich Tiessen fasste die Ereignisse gleich zu Beginn zusammen: Im Frühjahr fiel beim Abriss Südflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofs ein Pfeiler auf Gleis 15 und 16. Eine Frau wurde verletzt. Seitdem ist dreimal ein Zug wegen der Stuttgart 21-Bauarbeiten entgleist. Der Bahnverkehr ist wegen Stuttgart 21 zu einem massiven Sicherheitsrisiko geworden. Und erst letzte Woche kam ein Gutachten an die Öffentlichkeit, dass zeigt, dass der Brandschutz im Tiefbahnhof weiterhin höchst mangelhaft und so überhaupt nicht genehmigungsfähig ist.

Bei einem Brand im Tunnel würden die flüchtenden Fahrgäste verraucht und sie so einem Erstickungsrisiko ausgesetzt, weshalb jetzt praktisch das Gesamtprojekt Stuttgart 21 komplett neu geplant werden muss. Dies würde die Gesamtkosten auf über 15 Milliarden Euro treiben, so Andreas Frankenhauser, der das Gutachten gelesen hatte. Dieses Geld würde aber keiner der Projektpartner auf den Tisch legen, weshalb das Projekt nun nicht mehr fortgesetzt werden kann. Thomas W. Ascher fragte deshalb: „Muss es denn erst Tote geben, bis dieser Wahnsinn endlich gestoppt wird?“ Pro Gäubahn fordert deshalb einen sofortigen Projektabbruch. S21 sei nicht mehr verantwortbar. Die Sicherheit sei miserabel, der Kostenrahmen längst überschritten „Die Bahn nimmt die Lage aber offenbar weiter nicht ernst und setzt Menschleben aufs Spiel“, so Uli Dorn. „Die Nachbesserungen in Sachen Brandschutz, zu der sich die Bahn AG in der Stuttgart 21-Schlichtung vor mehr als 2 Jahren verpflichtet hat, werden einfach nicht eingehalten; auch wenn dies der Gesetzeslage widerspricht. Unser Vertrauen in die Versprechungen der Bahn AG ist inzwischen verspielt. Die Bahn AG beweist es jeden Tag erneut: Sie kann es einfach nicht.“ „Wir hoffen deshalb, dass Stuttgart 21 bis Weihnachten rechtlich verbindlich eingestellt werden kann“, so Henrich Tiessen. „Wir stehen dabei in den Startlöchern“, betonte Tiessen. „Das bei Projektabbruch frei werdende Geld wollen wir für die Gäubahn verwenden. Seit Jahren herrsche hier Stillstand, da Stuttgart 21 das Geld wie ein Staubsauger
von den vielen sinnvollen Ausbauprojekten im Land abzieht. „Wir begreifen das S21-Disaster deshalb auch als Chance endlich an Geld für die Gäubahn zu kommen.“

Stefan Otto ging auf die aktuellen negativen Auswirkungen von S21 auf den Gäubahn-Verkehr ein: „Stundenlang wird der Stuttgarter Hauptbahnhof nicht mehr angefahren. Die Züge müssen in Böblingen enden. Eine ganze Region wird wegen dem Dilettantismus bei S21 gerade abgehängt. So schlecht war der Gäubahn-Fahrplan zuletzt, als die Bomben des 2. Weltkriegs den Betrieb so beeinträchtigten, dass es keine durchgehenden Züge mehr nach Stuttgart gab. S21 erweist sich jetzt schon als Katastrophe für die Bahnnutzer,“ so Otto weiter.

„Für das Geld für das in Berlin ein Hauptstadtflughafen gebaut wird, wird in Stuttgart nun ein Bahnhof zerstört und ein neuer gebaut, der noch die Größe und Kapazität des Immendinger Bahnhofs hat.“ Tiessen fügte hinzu:„ Mit den eklatanten Sicherheitsproblemen und der Kostenexplosion in Folge der kompletten Neuplanung von Stuttgart 21 hat sich die Situation seit dem Volksentscheid grundsätzlich geändert. Das Stuttgart 21, über das abgestimmt wurde, gibt es nicht mehr. Es ist nicht genehmigungsfähig und ein eklatantes Sicherheitsrisiko. Deshalb muss jetzt endlich Ruhe einkehren, und das Projekt schnellst möglich gestoppt werden. Jeder Tag kostet weitere Steuergelder und gefährdet erneut das Leben von Fahrgästen.“

Rede auf der Montagsdemo

Am Montag, den 23.07.2012 hatte Dr. Jürgen Franke vom Bündnis Filderbahnhof Vaihingen auf dem Markplatz in Stuttgart die Gelegenheit das Konzept Filderbahnhof Vaihingen vorzustellen.

Redemanuskript
Liebe Freunde eines zukunftsfähigen Bahnverkehrs in Stuttgart,

im Filderdialog war die Gäubahnvariante, also Halt der Fernzüge in Vaihingen mit Umstieg auf die S-Bahn Richtung Flughafen, mit 63 zu 44 Stimmen eindeutiger Favorit. Die Projektpartner von Stuttgart 21 wollen trotzdem den Halt am Flughafen, wofür sie als einziges Argument ihre alten Verträge mit der “Flughafenprämisse” vorbringen. Das ist unhaltbar, wenn man den wirklichen Bedarf analysiert.

Eine Institution, die die Verkehrsbedürfnisse in Stuttgart und Umgebung regelmäßig einschätzt, ist der Verkehrsverbund VVS. Die Ergebnisse dieser Einschätzung können Sie alle in Form eines dicken Fahrplanbuchs kaufen, beziehungsweise im Internet abrufen.

Wenn Sie schon unseren neuen Flyer in der Hand haben, können Sie sich die Grafiken auf der ersten und zweiten Seite ansehen. Wenn nicht, dann können Sie nachher am K21-Infostand oder in der Nähe des großen “Oben Bleiben”-Banners der Vaihinger für den Kopfbahnhof unseren Flyer bekommen.

Das Ergebnis der Fahrplanauswertung zeigt, dass am Bahnhof Stuttgart-Vaihingen 6 Bus-, 4 Stadtbahn- und 3 S-Bahn-Linien verkehren. Am Flughafen sind es nur 3 Buslinien, keine Stadtbahn und 2 S-Bahn-Linien

Angeboten werden mit diesen Linien jeden Werktag:

Am Vaihinger Bahnhof 1033 Abfahrten zu 17 Fahrtzielen.
Am Flughafen nur 187 Abfahrten zu 7 Fahrtzielen.

Zur Wiederholung: 1033 werktägliche Abfahrten in Vaihingen, aber nur 187 am Flughafen, also nicht mal ein Fünftel.

Wenn Sie sich jetzt das Gebiet ansehen, dass durch dieses Verkehrsangebot erschlossen wird, stellen Sie fest:
innerhalb von 15 Minuten einer ÖPNV-Fahrt, also mit Bus, Stadtbahn oder der S-Bahn, kommen Sie von Vaihingen aus, ohne umzusteigen, flächendeckend und nicht nur punktuell, in den gesamten Stadtbezirk Vaihingen.
Sie kommen nach Möhringen, Degerloch, Plienigen, in den Stuttgarter Westen, nach Heslach, in die Stadtmitte, nach Sindelfingen, Böblingen, Hulb und Ehningen, nach Oberaichen, Musberg, Leinfelden, Echterdingen und eben auch an den Flughafen.

Wenn Sie die gleiche Betrachtung für einen Halt am Flughafen machen, dann erreichen Sie nur: Bernhausen, Plieningen und Scharnhausen, Echterdingen, Leinfelden, Oberaichen und Vaihingen.

Prinzipiell kann man heute vom Flughafen mit dem Bus auch ins Gewerbegebiet Fasanenhof-Ost fahren, aber nur 6 mal am Tag. Wenn Sie da den Bus verpassen, gehen Sie lieber zu Fuß.
Vom Vaihinger Bahnhof aus fährt der Bus beispielsweise 100 mal am Tag zum Max-Planck-Institut nach Büsnau.

Nach Plieningen können Sie ab Flughafen 34 mal mit dem Bus, ab Vaihingen dagegen 108 mal mit der Stadtbahn fahren.

Also auch die Anzahl der Fahrten pro Tag gehört noch mit zu der Betrachtung.

Sie sehen, es gibt nur einen wirklich guten, leistungsfähigen, bereits jetzt bestehenden Umsteigeknoten auf den Fildern – den Bahnhof Vaihingen – und genau der muß der künftige Filderbahnhof mit Regionalexpress- und Intercityhalt sein. Der Flughafen ist demgegenüber völlig unbedeutend. Seine S-Bahn-Haltestelle ist eine unter vielen und alles andere, als ein Verkehrsknoten. Der Flughafen mit Messe ist nur ein kleines Gewerbegebiet mit vergleichsweise wenigen Arbeitsplätzen und es wohnt dort niemand. Vaihingen hat 46000 Einwohner und 50000 Arbeitsplätze. Und genau das spiegelt der VVS mit seinen Fahrplänen wieder.

Jetzt kommen weitere Aspekte hinzu:

Der Mischverkehr in Leinfelden-Echterdingen muss vermieden werden. Die praktisch unbezahlbare Autobahntrasse an der A8 zwischen Rohr und Flughafen ist keine Lösung. Wer dafür ist, wartet bis zum Sankt Nimmerleinstag auf einen wundersamen Geldregen, der auf Leinfelden-Echterdingen herniederrieselt und hofft, dass sich dann die Kommune von dem störenden Mischverkehr freikauft.

Die einzige realistische und preiswerteste Lösung lautet – richtig: Filderbahnhof Vaihingen.

In Vaihingen fehlt nur ein Bahnsteig. Den muss man eben dort hinbauen. Die Strecke ist vorhanden, die Anbindung an den Kopfbahnhof in Stuttgart ist vorhanden. Die Anbindung an den Tiefbahnhof, falls der je fertig werden sollte, war als “Stuttgart 21 plus” von allen Projektpartnern Ende 2010 zugesagt worden.
Dazu kommt übrigens noch, dass der Bahnsteig in Vaihingen als Provisorium kurz vor der Inbetriebnahme von S21 sowieso gebaut werden soll.
Also warum nicht gleich und warum nicht gleich richtig?

Am Flughafen müsste für viel Geld ein neuer Regionalhalt unterirdisch gebaut werden und dazu noch die Rohrer Kurve, für die wir Vaihinger unseren Wald nicht hergeben wollen.

Zum Thema Geld will ich es mal, in Anlehnung an eine allseits bekannte Werbekampagne, so sagen: Es stimmt, dass Millionen Euro für Werbung zum Schönreden von Stuttgart 21 ausgegeben wurden, es stimmt aber auch, dass mit so viel Geld der Bahnsteig in Vaihingen hätte bezahlt werden können.

Der Regionalzug- und Intercityhalt in Stuttgart-Vaihingen kann nächstes Jahr gebaut und übernächstes Jahr schon genutzt werden. Der entsprechende Halt am Flughafen kann erst mit der vollständigen Fertigstellung von Stuttgart 21 in Betrieb gehen. Da haben wir dann vielleicht das Jahr 2025.

Kurz zusammengefasst, es spricht alles für den Filderbahnhof Vaihingen:

  • Mehrheit im Filderdialog
  • 1033 zu 187 Abfahrten im heutigen VVS-Fahrplan
  • 4 Gleise in Vaihingen gegen 2 Gleise zum Flughafen
  • 2 Jahre statt über 10 Jahre Bauzeit
  • viel niedrigere Kosten

Obwohl der Filderbahnhof Vaihingen mit allen im Filderdialog diskutierten S21-Flughafen-Bahnhofs-Varianten funktioniert, wird er mit der schon seit vielen Jahren bekannten Arroganz, Ignoranz und Verbohrtheit von den Projektbetreibern ohne weiteres Nachdenken einfach vom Tisch gewischt.

Lieber Herr Kretschmann, was halten Sie eigentlich in dieser Situation von einem Machtwort des Ministerpräsidenten? Etwa in dem Sinn, dass Ihre Projektpartner so mit engagierten Bürgern nicht umgehen dürfen und dass die Gäubahnvariante entsprechend dem Votum des Filderdialogs nun umzusetzen ist.

Ich möchte Sie zum Schluß noch auf unsere unsere Internetseite hinweisen. Sie finden weitere Informationen unter:

www.filderbahnhof.net

Und wenn Sie uns unterstützen wollen, unterzeichnen Sie dort bitte die Forderung für den Filderbahnhof Vaihingen.

In diesem Sinne, sowohl hier am Hauptbahnhof, als auch am zukünftigen Filderbahnhof: OBEN BLEIBEN!

Presseerklärung: Die Schutzgemeinschaft Filder begrüßt das klare Ergebnis beim “Filderdialog”.

Am 08.07.2012 hat die Schutzgemeinschaft Filder folgende Presseerklärung veröffentlicht.

Die Schutzgemeinschaft Filder begrüßt das klare Ergebnis beim “Filderdialog”.

Beim dritten Filderdialogtag hat sich eine klare Mehrheit (64 : 44) für den Erhalt der bestehenden Gäubahnführung ausgesprochen. Dieses Ergebnis ist umso erstaunlicher als das Verfahren dem Anspruch einer offenen Bürgerbeteiligung bei weitem nicht nachkam. Eine offene Diskussion wurde kaum ermöglicht und die von den Bürgern geforderten Daten und Fakten für eine Diskussion “auf Augenhöhe” wurden von den Projektbetreibern und der Bahn strikt verweigert.
Diese dominierten den Ablauf des Verfahrens mit ihren professionellen Möglichkeiten.
Der Spielraum für die “Zufallsbürger” und die ehrenamtlich arbeitenden Bürgerinitiativen wurde stark eingeschränkt. Trotz dieses Ungleichgewichts und trotz eines unerträglichen Zeitdrucks haben sich die Bürgerinnen und Bürger nicht unterkriegen lassen und sich klar positioniert.

Ein erstaunliches Ergebnis des “Filderdialogs” ist völlig untergegangen. Die von den Beteiligten favorisierte Trassenführung sollte mit Elementen aus der Variantendiskussion zu einer “optimalen Lösung” ergänzt werden. Dabei erhielt die von der Schutzgemeinschaft Filder eingebrachte Variante eines S-Bahn-Ringschlusses die meisten Stimmen.
Diese Variante würde als einzige den Filderbürgern vor Ort direkte Vorteile bringen und würde Geld in Milliardenhöhe einsparen.

Die Schutzgemeinschaft Filder fordert die Projektbetreiber auf, die jetzt ausgesprochenen “Empfehlungen” wirklich Ernst zu nehmen und in ihre Planungen in diesem Sinne zu ändern.

Die Querschüsse in den letzten Tagen und Wochen aus dem eigenen Lager der Projektbetreiber lassen befürchten, dass jetzt noch mehr gemauert wird und das gesamte Verfahren zur Farce verkommt.

Ob es der Sprecher des Kommunikationsbüros Dietrich ist, ob Bopp, Schuster oder Teile der Landtags SPD und viele andere sind, sie alle äußern unverhohlen, dass jede ernste Änderung der Antragstrasse keinerlei Chance auf Umsetzung hätte.

Dies ist ein unglaublicher Vorgang.

Wir als sehr kritische Begleiter des “Dialogs” haben aus Respekt vor der Bürgerschaft und aus der Überzeugung, dass Elemente der direkten Demokratie, also eine echte und achtungsvolle Bürgerbeteiligung überfällig sind, uns immer wieder durchgerungen, das Verfahren weiter zu begleiten, auch wenn es eklatante Mängel aufwies und wir oft kurz vor dem Absprung standen.

Von denen, die diese Art der Bürgerbeteiligung wortreich als neue Art der Bürgerbeteiligung eingeleitet haben, muss erwartet werden, dass sie die “Empfehlungen” ohne Ausflüchte umsetzt.

Wenn die Ergebnisse des “Filderdialogs” in den Papierkorb wandern, dann ist dies ein nie wieder gut zu machender Schaden.

Es geht um Vertrauen in die Politik, um den Glauben in unsere Demokratie oder einfach darum, als Bürger Ernst genommen zu werden.

Presseerklärung: Mitglieder der Schutzgemeinschaft Filder fühlen sich beim Filderdialog zum wiederholten Mal brüskiert

Am frühen Morgen des 07.07.2012 haben Hans-Peter Kleemann, Frank Distel, Steffen Siegel, Claudia Moosmann folgende Pressererklärung veröffentlicht.

Presseerklärung: Mitglieder der Schutzgemeinschaft Filder fühlen sich beim Filderdialog zum wiederholten Mal brüskiert
Statt eines angekündigten offenen Dialogs werden hier die Bürger vorgeführt.

Schon beim 2.Dialogtag am 29.6. wurde ein Vorgehen praktiziert, das allen Ideen eines offenen Dialogs Hohn spricht. Auf die über 90 Fragen der Dialogteilnehmer hatte die Bahn (so war es in der Spurgruppe besprochen worden) geantwortet und diese Antworten wurden den Teilnehmern 3 Tage vor dem 2. Dialogtermin mitgeteilt. Die Bürger hatten (wenig genug) Zeit sich einzuarbeiten und hatten dennoch, so zeigten die Fragen, die tendenziösen Antworten der Bahn durchschaut. Statt diese Kritik zu würdigen antwortete immer nur Herr Bitzer sehr einseitig für die Bahn und holte sich ausschließlich Bahnexperten zur Unterstützung. Der Moderator ließ dies geschehen. Viele Bürger fühlten sich verschaukelt.

Wir, die Unterzeichner hatten dies in der Spurgruppe am Donnerstagnachmittag sehr deutlich kritisiert. Wieder sollte die Bahn Antworten auf die vielen schriftlich eingegebenen Fragen des 2. Dialogs liefern. Daraufhin wurde uns zugesagt, dass auch ein Fachmann von unserer Seite die Möglichkeit bekäme, um auf die Publikumsfragen zu reagieren.

Gestern Abend um 19.58 Uhr wurden nun per Mail die Antworten allen Beteiligten zugesandt. Am heutigen Morgen soll der 3. Dialog damit beginnen, die Fragen der 2. Dialogrunde zu beantworten. Das von uns schon immer als viel zu eng kritisierte Zeitkorsett der Projektpartner und des Moderators zeugt dafür, dass diese Bürgerbeteiligung von den InitiatorInnen als lästige Bringschuld gesehen wird.

Ganz abgesehen davon, dass nur ein Teil der Fragen beantwortet wurde, es strotzte wieder von falschen Aussagen und Verschleierungen.
Soll ein Dialogteilnehmer die Nacht durcharbeiten, um diese tendenziösen Antworten mit klugen Fragen zu kontern, ähnlich wie beim 2. Dialogtag?
Das geht nicht und gerade das ist wohl auch die Absicht.

Die Experten der Schutzgemeinschaft Filder müsste sich ja noch viel intensiver vorbereiten als man es von einem Bürger erwarten kann, um auf die detaillierten Fragen und die Antworten der Bahn reagieren zu können.

Die Bahn hat ganz andere Ressourcen an Geld und Fachleuten hinter sich als eine, wenn auch große, Bürgerinitiative.
Wir und unsere Fachleute arbeiten vollständig ehrenamtlich.

Wir werden aufgrund der absolut mangelhaften Bearbeitungszeit für so ein falsches Rede- und Antwortspiel wie es heute geplant ist, nicht zur Verfügung stehen. Wir fordern deshalb die Leitung des Filderdialogs auf, für heute ein geändertes Programm vorzulegen. Man könnte sich beispielsweise noch darauf verständigen, dass wir das Verfahren gut vorbereitet bei einem vierten Dialog nach den Ferien fortsetzen.

Viele Bürgerinnen und Bürger fordern die Offenlegung von Daten und Gutachten, die zwingend Voraussetzung sind, um Varianten angemessen bewerten zu können. Dies verweigerte die Bahn konsequent und der Moderator lässt sie von Beginn an gewähren. Die Bahn dominiert das Verfahren, dabei hat sie es versäumt in über 18 Jahren Planung auch nur genehmigungsfähige Pläne vorzulegen. Das Mindeste wäre es, der Öffentlichkeit zu sagen, woran dies gelegen hat.
Wenn jetzt die Bürger die Kastanien aus dem Feuer holen sollen, dann kann man erwarten, dass ehrlich und mit offenen Karten gespielt wird.
Die Bürger tragen eine Riesenverantwortung, der sie so nicht gerecht werden können. Auch wegen dieser Verantwortung werden sich einzelne von uns aus dem Publikum heraus kritisch mit Fragen äußern.

Uns, die Unterzeichner hat der Respekt vor der Bürgerschaft und die Überzeugung, dass Elemente der direkten Demokratie, also eine echte und achtungsvolle Bürgerbeteiligung überfällig sind, bisher daran gehindert, das Verfahren so grundsätzlich und öffentlich in Frage zu stellen. Die offensichtliche Missachtung der Bürgerschaft, welche sich im katastrophalen Zeitmanagement ausdrückt, muss im laufenden Verfahren zu Änderungen führen und darf sich zukünftig nicht nochmals wiederholen.

Hans-Peter Kleemann, Frank Distel, Steffen Siegel, Claudia Moosmann